Es macht keinen Spaß mehr!

Wenn ich davon ausgehe das die 4,50 Euro für den Druckbereich so kalkuliert sind das ich 100% des Druckbereiches bedrucken kann und hier keine Mischkalkulation vorliegen sollte, gäbe es sogar noch weitere Optimierungswege um die Preise nach unten anzupassen.
So braucht ein kleines Logo am rechten oberen Rand weitaus weniger Farbe als ein vollflächiger Druck über den gesamten Druckbereich und weiter wird dieses Produkt wesentlich schneller bedruckt sein.

Ah ok krass- Danke. Dachte das wäre “kostenlos”…

Das ist aber nur in den Shops so. Im Selbstgestaltenbereich zahlt der Kunde pro Druckbereich.

Ok. Also 4,50 € pro kostenlos design oder kann man den Druckbereich vollmachen mit vielen designs?

6 Euro für den Druckbereich, egal wie viele kostenlose Designs Du auswählst.

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Ok. Teurer als gedacht…

An sich geb ich dir völlig recht, aber viele sind hier schon viele, viele Jahre mit dabei… Halt zu einer Zeit wo wir noch richtige Partner waren und viele fühlen sich nicht nur hängen gelassen sondern auch dezent verar…

Die Einstellung finde ich ja mal klasse

´
Hmmm…ich denke, das sehen unheimlich viele so, weshalb es so wenig Gegenwehr gibt. Wer das so sieht, kennt sich aber wenig mit Vertragsrecht aus und hat sich zudem das Gesamtkonstrukt nie betrachtet. Erst einmal: Vertragsrecht. Man schließt einen Vertrag und beide Seiten beginnen damit, den zu erfüllen. Es klappt gut und beide Partner wachsen. Nun beschließt einer der Partner, einseitig den Vertragsinhalt zu ändern bzw. trifft Maßnahmen, die zu seiner Beserstellung und zur Schlechterstellung des Parrtners beitragen. Da muss man sich dann halt mal genau anschauen, in wie weit es sich dabei um einen Vertragsbruch handelt. Nun gibt es ja Schlaumeier, die meinen, wenn man einen Vertrag nur wischwaschimäßig gestaltet, dass dann alles damit abgedeckt wäre. Das sehen Gerichte aber regelmäßig anders. Wenn Teilbereiche der Vertragspartner nicht exakt definiert sind, müssen beide Vertragspartrner davon ausgehen können, dass diese nicht zum ihrem Nachteil verwendet werden.

Konkret: Wenn ich bei Vertragsschluss mit meinem Partner vereinbart habe, dass dieser beispielsweise auch ohne Eigendesigns einen Shop eröffnen kann, den er mit den Designs anderer Partner füllt, dann kann ich zu einem späteren Zeitpunkt nicht einfach sagen: So, und das geht jetzt nicht mehr. Das gilt auch dann, wenn dieser Shop oder dieses System nicht explizit im Vertrag erwähnt wird.

Und wenn wir uns die Gesamtsituation anschauen, dann sollte doch wirklich dem letzten auffallen, dass die Designer hier einen sehr enstspannten, billigen und bequemen Ersatz für teure Mitarbeiter darstellen.

Das Ganze wird gerne immer mit einer Kneipe verglichen, für deren Bertreten ich keine Rechtsgrundlage geltend machen kann. Wenn der Wirt sagt, dass das Bier ab jetzt teurer wird, kann ich höchstens die Kneipe verlassen. Einen Rechtsanspruch auf die alten Prrise habe ich nicht.

ABER:

Durch das Betreten einer Kneipe wird kein Vertrag geschlossen. Der Wirt muss mich zu dieser Zeit dort nicht dulden. Ein Vertrag wird erst durch die Bewirtung geschlossen und an diesem Vertrag kann dann auch der Wirt nichts mehr ändern. Um bei dem obigen Beispiel zu bleiben: Ändert er während der Zeit meiner Anwesenheit die Preise, gelten diese für den Vertrag nicht. Ich zahle nach wie vor die alten Preise.

Und noch etwas muss in der Gesamtheit der Situation gesehen werden, was immer vergessen wird: Zwar nicht international aber doch national hat Spreadshirt einen annähernde Monopolstellung erreicht. Durch eine solche Stellung erwachsen automatisch auch Verpflichtungen, da Partner (mangels Alternativen) gewissermaßen gezwungen sind, den Vertrag mit dem Monopolisten einzugehen.

Abschließend müsst Ihr jedoch eines wissen: Mir persönlich ist das relativ egal. Ich bin auf die Einnahmen nicht angewiesen. Bei mir greifen zwei Faktoren:

  1. Mein Gerechtigkeitssinn
  2. Die wachsende Monopolisierung im Internet allgemein

Wenn sich hier nicht genügend Leute finden, die eine Interessengemeinschaft bilden wollen, ist das für mich kein Weltuntergang. Ich persönlich habe gegen Spreadshirt GAR NICHTS.

Der Knackpunkt ist folgender: Das Vertragsrecht sieht per se keine einseitigen Vertragsänderungen vor. Vergl. Vertragsänderung – Wikipedia

Was allerdings schon fast zu einer unangenehmen Gewohnheit wird und hauptsächlich von US Unternehmen betrieben wird (wo so etwas m.E. auch rechtens sein kann) ist eine einseitige Vertragsänderung mit stillschweigender Zustimmung oder einvernehmlich. Das sieht so aus: Ab sofort gilt folgende Regelung:…Wenn Du das nicht willst, kannst Du den Vertrag kündigen.

Das geht natürlich in Deutschland nicht. Das wäre gleichbedeutend mit einer einseitigen Vertragsänderung.
Verträge sind aber einzuhalten.

Was viele auch nicht wissen: Nicht alles, was vertraglich bindend ist, muss schriftlich niedergelegt sein. Es gilt der Status Quo bei Vertragsschluss und dieser kann als Teil des Vertrags angesehen werden. Manch ein Unternehmen baut auch Klauseln ein, die da lauten: Änderungen vorbehaltlich…oder so.

Das ist null und nichtig weil sittenwidrig. Punkt

Ich hab ein bisschen Probleme damit, hier wirklich jeden Tag durchzuscrollen um nach relevanten Fragestellungen zu suchen. Allerdings überlege ich es mir zweimal, hier detailliert zu antworten da ich keine Möglichkeit sehe, hier überhaupt zufriedenstellende Antworten zu geben. Denn ich befürchte, hier es gibt keine Erwartung an zufriedenstellende Antworten.

Wenn es nur noch darum geht sich auszukotzen, dann muss ich leider sagen, tschüss!
Dir geht es also um die wachsende Monopolisierung im Internet allgemein?
Dann setz dich bei https://www.attac.de/startseite/ ein.
In diesem Forum geht es leider nicht um Kritik an der derzeitigen Marktwirtschaft, der Gesetzgebung im Onlinehandel oder um Vertragskonstrukte. Auch können wir offensichtlich deinem Gerechtigkeitssinn nicht gerecht werden.
Das sind gleich zwei Argumente dafür, dass das Spreadshirt Forum nicht der Platz ist, an dem du dich engagieren solltest.

bitte. danke.

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